Wer einen Löschwassertank kaufen möchte, sollte bereits vor der Auswahl des passenden Modells verschiedene technische und bauliche Faktoren berücksichtigen. Für Industrieunternehmen, Gewerbebetriebe, Logistikzentren, Lagerhallen und landwirtschaftliche Betriebe kann eine zuverlässige Löschwasserbevorratung ein wichtiger Bestandteil des Brandschutzes sein.
Besonders dann, wenn die öffentliche Wasserversorgung am Standort nicht die erforderliche Löschwassermenge bereitstellen kann, kann ein eigener Löschwassertank eine geeignete Ergänzung darstellen. Unterirdische Speicher bieten dabei die Möglichkeit, größere Wassermengen platzsparend auf dem Grundstück vorzuhalten.
Bei der Planung spielen vor allem das erforderliche Volumen, die Entnahmemöglichkeit und der geeignete Standort eine wichtige Rolle. Darüber hinaus sollten die Bodenverhältnisse, die Zugänglichkeit für die Feuerwehr, die vorhandene Infrastruktur und das Brandschutzkonzept berücksichtigt werden.
Schritt 1: Den tatsächlichen Löschwasserbedarf ermitteln
Der erste Schritt beim Kauf eines Löschwassertanks besteht darin, den tatsächlichen Löschwasserbedarf des Projekts zu bestimmen.
Nicht jedes Gebäude und nicht jeder Betrieb benötigt dieselbe Wassermenge. Eine kleine Gewerbehalle kann andere Anforderungen haben als ein großes Logistikzentrum, eine Produktionsanlage oder ein landwirtschaftlicher Betrieb.
Bei der Ermittlung können unter anderem die Gebäudegröße, die Nutzung, vorhandene Brandabschnitte, Lagerflächen und weitere projektspezifische Faktoren berücksichtigt werden.
Das benötigte Volumen sollte deshalb auf Grundlage der konkreten Brandschutzplanung festgelegt werden.
Schritt 2: Die öffentliche Wasserversorgung prüfen
Im nächsten Schritt sollte festgestellt werden, welche Löschwassermenge am Standort über das öffentliche Wassernetz zur Verfügung steht.
Wenn die vorhandene Versorgung den erforderlichen Bedarf nicht abdecken kann, kann ein zusätzlicher Löschwassertank eine mögliche Lösung sein.
Diese Prüfung ist besonders bei größeren Industrie und Gewerbeprojekten wichtig. Auch abgelegene landwirtschaftliche oder gewerbliche Standorte können von einer eigenen Löschwasserbevorratung profitieren.
Schritt 3: Das passende Volumen bestimmen
Löschwassertanks sind in unterschiedlichen Größen verfügbar. Je nach Projekt können beispielsweise 50, 100, 120, 150 oder 200 m³ infrage kommen.
Ein Tank mit 100 m³ fasst 100.000 Liter Wasser. Ein Speicher mit 200 m³ bietet eine Kapazität von 200.000 Litern.
Die Auswahl sollte sich jedoch nicht allein nach einer Standardgröße richten. Entscheidend ist, welche Wassermenge für das konkrete Projekt erforderlich ist.
Ein zu kleiner Speicher kann den notwendigen Bedarf nicht abdecken. Ein unnötig großer Tank kann dagegen zusätzlichen Platz und höhere Investitionen erfordern.
Schritt 4: Die Entnahmemenge festlegen
Neben dem Gesamtvolumen muss auch die erforderliche Entnahmemenge berücksichtigt werden.
Es sollte geprüft werden, wie viel Wasser im vorgesehenen Brandfall innerhalb des relevanten Zeitraums zur Verfügung stehen muss.
Speichervolumen und Entnahme müssen deshalb aufeinander abgestimmt werden. Ein großer Löschwassertank ist nur dann sinnvoll, wenn das gespeicherte Wasser über eine geeignete Infrastruktur zuverlässig entnommen werden kann.
Schritt 5: Die geeignete Entnahmeeinrichtung planen
Die Entnahmeeinrichtung ist ein wesentlicher Bestandteil der Löschwasseranlage.
Je nach Projekt können geeignete Feuerwehranschlüsse vorgesehen werden. Dazu können beispielsweise Anschlüsse des Typs Storz A gehören. Bei der Suche nach einer geeigneten Speicherlösung können Informationen zum Thema Löschwassertank kaufen bei der Entscheidungsfindung unterstützen.
Die konkrete Ausführung sollte sich nach dem jeweiligen Brandschutzkonzept, den technischen Anforderungen und den örtlichen Bedingungen richten.
Bereits bei der Auswahl des Tanks sollte deshalb geklärt werden, welche Entnahmeeinrichtung benötigt wird.
Schritt 6: Den Feuerwehrzugang berücksichtigen
Eine Entnahmestelle muss im Bedarfsfall gut erreichbar sein. Deshalb sollte die Zugänglichkeit für die Feuerwehr bereits bei der Standortplanung berücksichtigt werden.
Dabei können Zufahrten, Bewegungsflächen und die Position der Entnahmeeinrichtung eine Rolle spielen.
Eine gut geplante Zugänglichkeit kann dazu beitragen, dass die vorgesehene Löschwasserinfrastruktur im Einsatzfall entsprechend genutzt werden kann.
Schritt 7: Den passenden Standort auswählen
Der Standort des Löschwassertanks sollte sorgfältig ausgewählt werden.
Dabei müssen unter anderem bestehende Gebäude, Grundstücksgrenzen, Verkehrsflächen, Zufahrten und vorhandene Leitungen berücksichtigt werden.
Bei unterirdischen Tanks ist außerdem ausreichend Platz für den Einbau erforderlich.
Der Standort sollte so gewählt werden, dass der Tank sinnvoll in das bestehende oder geplante Grundstückskonzept integriert werden kann.
Schritt 8: Die Vorteile einer unterirdischen Lösung prüfen
Ein unterirdischer Löschwassertank kann eine platzsparende Alternative zu einem oberirdischen Speicher darstellen.
Der eigentliche Tank befindet sich unter der Geländeoberfläche und ist dadurch von außen vergleichsweise unauffällig.
Dies kann besonders bei Industrie und Gewerbegrundstücken von Vorteil sein, auf denen oberirdische Flächen für Gebäude, Lagerung, Zufahrten oder betriebliche Abläufe benötigt werden.
Je nach Bauweise und örtlichen Voraussetzungen kann die Oberfläche über dem Tank weiterhin für geeignete Zwecke genutzt werden.
Schritt 9: Bodenverhältnisse untersuchen
Vor dem Einbau eines unterirdischen Löschwassertanks sollten die örtlichen Bodenverhältnisse geprüft werden.
Die Bodenbeschaffenheit kann Einfluss auf die Installation und die technische Ausführung haben. Auch Grundwasserverhältnisse und andere Besonderheiten des Baugrunds sollten berücksichtigt werden.
Eine frühzeitige Prüfung hilft dabei, die Einbausituation realistisch einzuschätzen.
Schritt 10: Vorhandene Leitungen berücksichtigen
Auf Gewerbe und Industriegrundstücken befinden sich häufig zahlreiche unterirdische Leitungen und technische Einrichtungen.
Vor dem Einbau sollte deshalb geprüft werden, wo sich bestehende Wasserleitungen, Stromleitungen, Abwasserleitungen oder andere Infrastruktur befindet.
Der geplante Tankstandort muss mit diesen Gegebenheiten abgestimmt werden.
Schritt 11: Die Gebäudenutzung einbeziehen
Die Nutzung des Gebäudes kann einen erheblichen Einfluss auf die Löschwasserplanung haben.
Bei Produktionsanlagen können andere Anforderungen entstehen als bei Bürogebäuden oder kleineren Gewerbebetrieben.
Auch Lagerhallen und Logistikzentren benötigen möglicherweise eine umfangreichere Löschwasserbevorratung.
Deshalb sollte die Tankauswahl immer gemeinsam mit der Nutzung des jeweiligen Objekts betrachtet werden.
Schritt 12: Industrieanlagen individuell planen
Industrieanlagen bestehen häufig aus mehreren Gebäudebereichen mit unterschiedlichen Nutzungen.
Produktionshallen, Lagerflächen, technische Anlagen und Verkehrsbereiche können sich auf einem großen Betriebsgelände befinden.
Ein Löschwassertank sollte deshalb nicht isoliert betrachtet werden. Die gesamte Löschwasserinfrastruktur sollte in die Brandschutzplanung des Standorts integriert werden.
Schritt 13: Logistikzentren und Lagerhallen berücksichtigen
Bei großen Logistikzentren spielt die effiziente Grundstücksnutzung eine wichtige Rolle.
Oberirdische Flächen werden häufig für Lkw Zufahrten, Rangierbereiche, Stellplätze und Lagerprozesse benötigt.
Ein unterirdischer Löschwassertank kann hier den Vorteil bieten, dass die eigentliche Speicheranlage unterhalb der Geländeoberfläche angeordnet wird.
Dadurch kann die oberirdische Fläche je nach Ausführung und örtlichen Bedingungen weiterhin für geeignete Nutzungen zur Verfügung stehen.
Schritt 14: Landwirtschaftliche Betriebe einbeziehen
Auch landwirtschaftliche Betriebe können einen zusätzlichen Löschwasservorrat benötigen.
Stallungen, Maschinenhallen, Lagergebäude und weitere Betriebsbereiche können besondere Anforderungen an den Brandschutz stellen.
Wenn die öffentliche Wasserversorgung am Standort nicht ausreichend ist, kann ein eigener Löschwassertank eine mögliche Ergänzung darstellen.
Auch hier sollten Volumen, Standort und Entnahme anhand des konkreten Projekts geplant werden.
Schritt 15: Neubauten frühzeitig berücksichtigen
Bei Neubauprojekten sollte der Löschwassertank möglichst früh eingeplant werden.
Architekten, Bauplaner, Generalunternehmer und Brandschutzplaner können dadurch den benötigten Platz und die technische Infrastruktur bereits in der Entwurfsphase berücksichtigen.
Eine frühzeitige Planung kann spätere Anpassungen am Grundstück reduzieren.
Schritt 16: Bestehende Anlagen auf Nachrüstung prüfen
Auch bei bestehenden Gebäuden kann eine Nachrüstung mit einem unterirdischen Löschwassertank möglich sein.
Dabei müssen jedoch vorhandene Gebäude, Leitungen, Verkehrsflächen und andere technische Einrichtungen berücksichtigt werden.
Vor allem bei dicht bebauten Betriebsgeländen sollte die verfügbare Einbaufläche sorgfältig geprüft werden.
Schritt 17: Die langfristige Zugänglichkeit sicherstellen
Ein Löschwassertank ist für eine langfristige Nutzung vorgesehen. Daher sollte bereits bei der Planung auf die spätere Zugänglichkeit geachtet werden.
Entnahmeeinrichtungen und relevante technische Komponenten sollten für notwendige Kontrollen und Wartungsarbeiten erreichbar bleiben.
Auch die Zufahrt zum Standort sollte langfristig gewährleistet sein.
Schritt 18: Wartung und Kontrolle einplanen
Bei der Auswahl sollte auch die langfristige Betreuung der Anlage berücksichtigt werden.
Je nach Ausführung können regelmäßige Kontrollen des Tanks und seiner technischen Komponenten erforderlich sein.
Unternehmen sollten daher bereits vor dem Kauf klären, wie Wartung, Kontrolle und gegebenenfalls notwendige Instandhaltungsarbeiten organisiert werden können.
Schritt 19: Das Brandschutzkonzept als Grundlage verwenden
Das Brandschutzkonzept sollte eine zentrale Grundlage für die Auswahl des Löschwassertanks bilden.
Darin können wichtige Informationen zum benötigten Löschwasserbedarf und zur vorgesehenen Löschwasserversorgung enthalten sein.
Auch die Position der Entnahmeeinrichtung und weitere Anforderungen können aus der Planung hervorgehen.
Deshalb sollten Unternehmen und Planer den Tank nicht unabhängig von der übrigen Brandschutzplanung auswählen.
Schritt 20: Anforderungen am österreichischen Standort berücksichtigen
Bei Projekten in Österreich sollten die jeweiligen örtlichen und projektbezogenen Anforderungen berücksichtigt werden.
Löschwassertanks können für unterschiedliche Projekte in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, der Steiermark, Salzburg, Tirol, Kärnten, Vorarlberg und dem Burgenland interessant sein.
Die konkreten Bedingungen können jedoch je nach Standort und Projekt unterschiedlich sein.
Schritt 21: Verschiedene Tankgrößen vergleichen
Vor dem Kauf kann es sinnvoll sein, mehrere Speichervolumen miteinander zu vergleichen.
Ein Projekt kann beispielsweise einen Tank mit 100 m³ benötigen, während bei einem größeren Vorhaben 150 oder 200 m³ erforderlich sein können.
Der Vergleich sollte neben dem Speichervolumen auch Einbau, Entnahme und Grundstückssituation berücksichtigen.
Schritt 22: Den Einbauaufwand berücksichtigen
Beim Kauf sollte nicht nur der Tank selbst betrachtet werden. Auch der Einbau kann einen wichtigen Teil des Gesamtprojekts darstellen.
Dabei können Bodenverhältnisse, Baustellenzugang, Aushub und weitere örtliche Bedingungen eine Rolle spielen.
Deshalb sollte der gesamte Installationsaufwand bereits vor der endgültigen Entscheidung berücksichtigt werden.
Schritt 23: Angebote sorgfältig vergleichen
Bei mehreren Angeboten sollten Unternehmen nicht ausschließlich den Preis vergleichen.
Wichtige Vergleichspunkte sind das Speichervolumen, die technische Ausführung, die Entnahmeeinrichtung, der Einbauaufwand und die projektbezogene Eignung.
Ein günstiger Tank ist nicht automatisch die wirtschaftlichste Lösung, wenn zusätzliche Anpassungen notwendig werden.
Schritt 24: Projektunterlagen für die Anfrage vorbereiten
Für eine konkrete Anfrage sollten möglichst genaue Informationen zum Projekt bereitgestellt werden.
Dazu gehören insbesondere der erforderliche Löschwasserbedarf und der Projektstandort.
Falls vorhanden, können zusätzlich Brandschutzpläne, Leistungsverzeichnisse oder andere relevante Unterlagen bereitgestellt werden.
Diese Informationen erleichtern die Auswahl einer passenden Lösung.
Welche Vorteile bietet ein unterirdischer Löschwassertank?
Ein unterirdischer Löschwassertank bietet vor allem bei größeren Gewerbe und Industrieprojekten verschiedene Vorteile.
Die große Wassermenge kann dauerhaft am Standort bevorratet werden. Dadurch kann eine zusätzliche Löschwasserreserve geschaffen werden, wenn die öffentliche Wasserversorgung nicht ausreichend ist.
Die unterirdische Bauweise ermöglicht außerdem eine effiziente Nutzung des Grundstücks. Der Speicher ist nach dem Einbau von außen vergleichsweise unauffällig.
Auch die Möglichkeit, unterschiedliche Volumen einzusetzen, erlaubt eine Anpassung an verschiedene Projektanforderungen.
Wie groß sollte ein Löschwassertank sein?
Die richtige Größe hängt vom individuellen Löschwasserbedarf ab.
Mögliche Größen sind beispielsweise 50, 100, 120, 150 oder 200 m³. Bei besonders großen Projekten können auch größere, individuell geplante Speicherlösungen erforderlich sein.
Die endgültige Größe sollte auf Grundlage des Brandschutzkonzepts und der örtlichen Bedingungen festgelegt werden.
Was kostet ein Löschwassertank?
Die Kosten hängen von verschiedenen Faktoren ab und können daher nicht pauschal angegeben werden.
Eine Rolle spielen unter anderem das Speichervolumen, die technische Ausführung, der Einbauort, die Bodenverhältnisse, die Entnahmeeinrichtung und der Installationsaufwand.
Für ein konkretes Projekt ist daher ein individuelles Angebot sinnvoll.
Was sollte beim Kauf besonders vermieden werden?
Ein häufiger Fehler besteht darin, den Tank ausschließlich nach Preis oder Speichervolumen auszuwählen.
Ein Tank kann zwar eine bestimmte Wassermenge aufnehmen, aber dennoch nicht zur geplanten Entnahme, zum Grundstück oder zum Brandschutzkonzept passen.
Auch die langfristige Erreichbarkeit der Entnahmeeinrichtung sollte nicht vernachlässigt werden.
Eine ganzheitliche Planung ist deshalb wichtiger als der reine Produktvergleich.
Fazit
Wer einen Löschwassertank kaufen möchte, sollte die Entscheidung anhand mehrerer Faktoren treffen. Besonders wichtig sind das erforderliche Speichervolumen, die geplante Entnahmemenge und der geeignete Standort.
Am Anfang steht die Ermittlung des tatsächlichen Löschwasserbedarfs. Anschließend sollte geprüft werden, welche Wassermenge bereits über die öffentliche Versorgung verfügbar ist und welche zusätzliche Reserve benötigt wird.
Bei der Auswahl des Tanks müssen außerdem Entnahmeeinrichtung, Feuerwehrzugang, Bodenverhältnisse, vorhandene Leitungen und die langfristige Zugänglichkeit berücksichtigt werden.
Unterirdische Löschwassertanks können besonders für Industrie, Gewerbe, Logistik und Landwirtschaft eine platzsparende Möglichkeit zur Löschwasserbevorratung darstellen. Je nach Projekt können Speicher mit 50, 100, 120, 150 oder 200 m³ eingesetzt werden.
Die beste Lösung ist jedoch nicht grundsätzlich der größte oder günstigste Tank. Entscheidend ist eine projektbezogene Planung, bei der Volumen, Entnahme und Standort gemeinsam betrachtet werden. So kann der Löschwassertank sinnvoll in die bestehende oder geplante Brandschutzinfrastruktur integriert werden.

